SAMPLER-Tutorial mit vielen Klangbeispielen

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SAMPLER

 

 

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Lieber Mundharmonika-Spieler!

Vielen Dank für Ihr Interesse an der SEYDEL SAMPLER - dieses Instrument bietet dem Spieler viel Altbekanntes, so dass Sie sofort wie gewohnt "loslegen" können, egal ob Sie Melodie- oder Blues-Harmonika-Spieler sind - aufgrund der Tatsache, dass Sie eigentlich zwei Mundharmonikas unter einem Dach in den Händen halten, bieten sich einige neue Möglichkeiten für Ihr Spiel, die es bisher bei keinem Modell in dieser Form gab.

Diese neuen musikalischen Möglichkeiten und Spieltechniken werden in diesem kleinen Workshop beschrieben und ausführlich erklärt. Danach kennen Sie das Instrument viel besser und wer weiß welche Spieltechniken Sie selbst noch zusätzlich entdecken!

Das SEYDEL-Team wünscht Ihnen viel Spaß mit Ihrer Seydel-SAMPLER.

 

 

Was macht die SAMPLER besonders?

Die SAMPLER vereint die gute Spielbarkeit einer chromatischen Mundharmonika mit den Vorzügen einer Wender-Mundharmonika: Das Instrument erklingt in C-Dur oder G-Dur (bzw. A oder D) in der bewährten diatonischen Solo-Stimmung, die das Melodiespiel mit allen Dur-Tonleiter Tönen über volle drei Oktaven zulässt. Man kann damit klare einzeltönige Melodien oder vollklingende Akkordbegleitungen spielen.

 

small: 1 Melodie und Akkorde

Wird der Schieber dauerhaft gedrückt (oder Feststeller ist eingerastet), spielt man auf demselben Instrument statt in C- in G-Dur. Dadurch ergibt sich, wie von Wendermundharmonikas (z.B. SEYDELs Mountain Harp) bekannt, die Möglichkeit, in G mit allen nötigen Akkorden zu begleiten (Tonika G / Subdominante C / Dominante D).


>Einführung - SAMPLER in C/G

 

Schieber-Arretierung der SAMPLER

 

Melodien können auf der SAMPLER sehr einfach in G-Dur (oder E-moll) und in C-Dur (oder A-moll) gespielt werden. Durch den Schiebermechanismus ist der schnelle Tonarten-Wechsel garantiert.

Für den Bluesspieler ergeben sich neue Möglichkeiten für die Improvisation in Moll-Stücken ("Chromatic Blues") - die SAMPLER wird dann z.B. in A-Moll und/oder in D-Moll in der 3. Position gespielt - dadurch erschließt sich eine neue Welt für die Blues-Improvisation mit dem typischen, fetten "Chromatic Sound". Durch die Halbventilierung können wichtige Ziehtöne, wie auf einer diatonischen Blues Harmonika, herunter gebogen werden (Bending). Dies bietet dem Blues-Spieler, der eigentlich die Blues Harmonica bevorzugt, noch mehr Ausdrucksmöglichkeiten für seine Improvisation. Der Tonartenwechsel von A-Moll nach D-Moll oder umgekehrt wird bei Bedarf einfach durch das Bewegen des Schiebers ermöglicht.

 

small: 2 Blues-Lick

 

Spielen auf einer Chromatischen Mundharmonika - Unterschiede zur SAMPLER

Oft wird die Chromatische Mundharmonika für das Spielen einfacher Melodien benutzt - die Tonansprache, Tonkontrolle und der Luftverbrauch ist bei Chromatischen Mundharmonikas im Vergleich mit vielen Tremolo- oder Oktav-Instrumenten viel besser. Daher wird die "Chromatische" gerne auch in der eher volkstümlichen Musik oder im Pop eingesetzt. Der "Ton-Schieber", der bei Chromatischen Mundharmonikas den Ton um einen Halbton höher erklingen lässt, wird von vielen Spielern oft nur selten eingesetzt und das Instrument wird meist in C-Dur gespielt, der Tonart, mit der das Instrument bezeichnet wird.

Die volle Beherrschung der Chromatischen Mundharmonika und das flüssige Spielen in allen Tonarten auf diesem einen Instrument erfordert ein tiefes Studium und profunde Kenntnisse in der Musiktheorie, sowie jahrelange Übung. Diesen Aufwand betreiben nur wenige Hobby-Spieler.

Daher haben wir bei der SAMPLER dem Schieber eine neue Funktion zugeordnet und erhalten dadurch eine neue Mundharmonika-Gattung, die Hobby-Spielern sogar mehr Möglichkeiten bietet als die Chromatische Mundharmonika. Sie eignet sich zudem sehr gut als Einstiegs-Instrument für das Erlernen der Chromatischen Mundharmonika.

Anmerkung: Die SAMPLER ist (ohne Bending-Töne) nicht voll-chromatisch spielbar, dafür aber in zwei Tonlagen. Sie ist keine Tremolo- oder Oktav-Mundharmonika, da pro Ton nur eine Zunge schwingt. Daher besitzt sie den typischen klaren Klang einer Chromatischen Mundharmonika.

 

Halten des Instruments und geeignete Anblastechnik

Halten Sie das Instrument am besten mit der linken Hand und so herum, dass die tiefen Töne auf der linken Seite liegen. Der Schieber kann dann mit dem Zeigefinger oder dem Daumen der rechten Hand bedient werden. 

Für das saubere Spielen von Melodien ist das Treffen von sauberen Einzeltönen sehr wichtig.

Versuchen Sie zunächst eine lockere Mundstellung zu finden, die dem "Pfeifen" ähnelt - eine gute Übung ist, zunächst einen tiefen Ton zu Pfeifen und dann das Instrument mit dem selben ruhigen Luftstrom an zu spielen. Diese Technik wird auch "Spielen mit spitzem Mund" genannt. Beim Spielen von Tönen im tiefen Register sollten Sie den Tönen den nötigen größeren Raum geben, damit sie laut und klar klingen. Dabei ähnelt die Mundstellung etwa der beim Sprechen eines tiefen "Ohh"-Vokals.

Höhere Töne sollten mit einem Ansatz gespielt werden, der etwa dem Sprechen des Vokals "Ehh" oder "Ihh" entspricht. Dies gilt auch für die Zieh-Töne. Wichtig ist es, einen kontinuierlichen, ruhigen und kontrollierten Luftstrom zu erzeugen, der mehr an "aus dem Bauch atmen" erinnert als an einfaches "pusten" aus der Brust heraus. 

Ihr Mund- und Rachenraum sind der Resonanzkörper für den erzeugten Ton - Sie und die Mundharmonika bilden also eine funktionelle Einheit.

Rechts: Mundraum bei tiefen Tönen (wie beim Vokal "O"), Mitte: Mundraum bei mittleren Tönen (wie beim Vokal "E"), links: Mundstellung bei hohen Tönen (wie beim Vokal "I")

 

Die gleiche Art des Anblasens sollte man auch bei der sog. Zungenschlag-Technik anwenden. Diese Technik bietet die Möglichkeit Melodie-Töne mit einer Akkordbegleitung zu versehen. Dabei wird die Zunge auf die Töne links des Melodie-Tons gelegt und im Rhythmus des Stückes von den Löchern genommen (und wieder "fallen" gelassen), so dass neben dem Melodieton bis zu einem, zwei, drei oder vier weitere Töne erklingen, die der Begleitung der Melodie dienen.

 

Einzeltöne treffen - mit spitzem Mund (A) oder Zungenschlag-Technik (B)

Bei beiden Spieltechniken bilden das Instrument und der Spieler eine Einheit. "Spitzmund-" und "Zungenschlag-Technik" ergänzen einander und man sollte beide Spieltechniken erlernen, um alle Möglichkeiten des Instruments zu nutzen.

 

 

Melodien spielen auf der SAMPLER

Die SAMPLER ist in der sogenannten Solo-Stimmung gestimmt, die auch bei chromatischen Mundharmonikas und vielen Tremolo-Modellen eingesetzt wird (die exakte Tonfolge finden Sie ganz unten). Diese Stimmung bietet alle Töne der C- und G-Dur-Tonleiter (bzw. D/A) über drei volle Oktaven.

Bei der Solo-Stimmung werden die acht Töne der Dur-Tonleiter dreimal in den Kanzellen 1 bis 4, 5 bis 8, 9 bis 12 wiederholt. Daher können Melodien in diesen drei Registern mit allen nötigen Tönen gespielt werden.

 

1. Position:

         Tonvorrat für Stücke in C-Dur (——|)                   C    D    E    F    G    A     B     C 

 

small: 3 Tonleiter in C mit und ohne Zungenschlag

         Tonvorrat für Stücke in G-Dur) (—|)                     G    A    B    C    D    E     F#   G

 

small: 4 Tonleiter in G mit und ohne Zungenschlag

 

                            Tabs (unteres Register)                    1    -1   2    -2   3    -3    -4    4

                            Tabs (mittleres Register)                  5    -5    6    -6   7    -7    -8    8

                            Tabs (oberes Register)                     9    -9   10  -10 11  -11  -12  12

 

 Erklärung der Tabs: 2 = Loch 2 blasen, -1 = Loch 1 ziehen

 

Wird der Schieber gedrückt, spielt das Instrument in G-Dur (bzw. A-Dur), bei nicht-gedrücktem Schieber kann dieselbe Melodie in C-Dur (bzw. D-Dur) gespielt werden. In der SAMPLER stecken also zwei komplette Instrumente.

 

Es folgen die Tabs zweier bekannter Melodien mitsamt Playalongs:

 

Amazing Grace (1. Position)

small: 5 Playalong in C

3  4      4  6    -5 5         6    -5   5    -3   3
A-maz-i-ng    Grace!   How sweet the sound!

 3    4 4   6      -5  5   6   -5 6 7
That saved a   wretch   like me!

 

6 7    7           6    -5 5 6  -5 5   -3    3
I once wa-s lost, but now a-m found;

3      4 4  6   -5 5  6    -5   4

Was blind,   but now   I  see.

 


Summertime (original in A-Moll, 4. Position)

small: 6 Playalong in A-Moll

6       5      6 

Sum-mer-time, 

-5    5   -5   6   5   -3  2 
And the liv-in' is eas-y 

6      5    -5     -5 
Fish are jump-in' 

4     -3   4    -3   4  -4 
And the cot-ton is high 

6   5       6      6     6 
Oh your dad-dy's rich 

-5   5       -5      6    5    -3       2 
And your mam-ma's good look-in' 

2   3       2   3  -3   4 
So hush lit-tle ba-by 


6-5    4    -3 
Don't you cry 


Begleiten mit der SAMPLER

Aus der Tatsache, dass die SAMPLER eigentlich aus zwei Mundharmonikas besteht, ergibt sich die Möglichkeit, (gesungene) Melodien mit Akkorden zu begleiten, die auf einem Solo-gestimmten Instrument sonst nicht zur Verfügung stehen.

Viele Melodien erfordern für die Begleitung drei Akkorde - die Tonika (Grundton, 1. Stufe der Tonleiter), die Subdominante (4. Stufe der Tonleiter) und die Dominante (5. Stufe der Tonleiter). Mit dieser Akkordausstattung ist es möglich viele Melodien vollständig zu begleiten. Eine Solo-gestimmte Mundharmonika bietet normalerweise die Tonika (Blas-Akkord) und beim Ziehen einen Akkord (einen Moll6-Akkord), der dem Dominant-Akkord nahe kommt, jedoch nicht so rein klingt wie dieser.

 

Spielen/Begleiten von Stücken in G-Dur:

Stücke in G-Dur (bzw. A-Dur) spielt man mit gedrücktem Schieber.

Spielt man mindestens drei nebeneinander liegende Töne auf einmal, dann erklingt beim Blasen der Akkord G-Dur (=Tonika). Öffnet man den Schieber und spielt weiter die Blastöne, dann erklingt die echte Subdominante (C-Dur). Dieser Akkord steht auf einem normalen solo-gestimmten Instrument nicht zur Verfügung. Die Dominante erklingt bei gedrücktem Schieber beim Ziehen in denselben Kanälen. Dieser Akkord ist keine wirkliche Dur-Dominante, sondern der oben erwähnte Moll6 Akkord, in diesem Falle der A-Moll6 Akkord, der ein wenig "schräg" klingt. Die eigentliche Dominate wäre der D-Dur Akkord. Beim Begleiten kann man sich für die Dominante etwas behelfen, indem man den Schieber los lässt und nur die Grundtöne der Dominante D-Dur spielt (das D in 1 / 5 / 9 ziehen).

 

small: 7 Begleitung in G, C und D

 

Spielen/Begleiten von Stücken in C-Dur:

Spielt man mit der SAMPLER in C-Dur (mit nicht-gedrücktem Schieber starten, blasen), dann steht beim Blasen mit gedrücktem Schieber die echte rein klingende Dominante G-Dur zur Verfügung.

Ist die Subdominante F-Dur gefragt, findet man den Grundton F in 2 / 6 / 10 ziehen, bei offenem Schieber. Auch die jeweils rechts davon liegende Note (A) ist Bestandteil des F-Dur Akkords, so dass die Subdominant-Begleitung mit einem passenden 2-Klang möglich ist.

 

small: 8 Begleitung in C, F und G

 

(Moll-)Blues auf der SAMPLER

Blues-Stücke in Moll oder "swingige" Jump-Blues-Stücke in Dur werden oft und gerne auf chromatischen Instrumenten gespielt - dabei fristet der Schieber, der ja bei einer chromatischen Mundharmonika den Ton um einen Halbton erhöht, meist ein stiefmütterliches Dasein.

 

Der typische, fette "Chromatic Sound" entsteht durch das Spielen von Oktaven und anderen Intervallen mithilfe der sogenannten Splitting-Technik. Bei dieser Spieltechnik werden zwei oder drei Anblasöffnungen mit der Zunge abgedeckt, wobei die Luft rechts und links der Zunge zwei Töne auf einmal erklingen lässt (diese Spielweise eignet sich genauso gut für das Intervall-Spiel in der Volksmusik).

 

small: 9 Blues Lick mit 'Splitting'-Technik

Splitting-Technik - zum oktavierten Spielen werden drei Töne mit der Zunge abgedeckt und es erklingen zwei Töne auf einmal - auch andere Intervalle sind möglich indem man weniger oder mehr Töne mit der Zunge abdeckt.

 

Ein typisches Musik-Beispiel für Chromatische Mundharmonika im Blues ist der Klassiker >"Blues in the Dark", gespielt vom legendären Georg Harmonica Smith  - er spielt bei diesem Instrumental-Stück auf einer Chromatischen Mundharmonika in C/C# mit gedrücktem Schieber in Eb-Moll (3. Position) und betätigt den Schieber nicht ein einziges Mal.

Auch Chicago Blues Legende Little Walter entdeckte früh, dass man Blues sehr gut in der dritten Position auf der Chromatischen spielen kann und es existieren viele Aufnahmen.

Da bei solo-gestimmten Instrumenten beim Ziehen der "schön jazzig-schräg" klingende Moll6-Akkord entsteht und zudem die dorische Skala komplett vorhanden ist, eignet sich diese Spielweise sehr gut für swingige Jazz-Blues Nummern oder getragene Blues-Stücke in Moll. Oft ergibt sich im Zusammenspiel mit einem geeigneten Mikrophon und Verstärker ein extrem dichter Klang mit sehr gutem Durchsetzungsvermögen und Wiedererkennungswert, der sich mit keinem anderen Instrument erzeugen lässt.

Die SAMPLER bietet die Möglichkeit, bei Blues-Stücken gleich in zwei Tonarten zu solieren. Bei gedrücktem Schieber können Stücke in A-Moll, bei offenem Schieber Stücke in D-Moll gespielt werden. Diese Spieltechnik ist auf der diatonischen Blues Harmonica unter dem Begriff "Spielen in der 3. Position" bekannt. Dabei können alle Töne der Moll-Blues Skala gespielt werden und durch den Einsatz von Doppeltönen oder Drei- bzw. Vierklängen ergibt sich der typisch "fette" Klang des "Chromatic Blues", vor allem wenn man verstärkt spielt und etwas Hall benutzt.

 

Bending-Töne auf der SAMPLER

Da die SAMPLER halb-ventiliert ist (die Blastonzungen haben kein Ventil), kann man einige Ziehtöne mithilfe der Bending-Technik "herunter biegen" (der Ziehton erklingt dann bis zu einen Halbton tiefer als normal). Diese Tatsache stellt im Moll-Blues eine echte Erweiterung der spielerischen Möglichkeiten dar, weil die "biegbaren" Töne wichtiges Stilmittel für die Blues Improvisation sind.

Mundharmonika-Spieler, die das Spielen auf der 10-Loch diatonischen Blues Harmonika gewöhnt sind, werden auf der SAMPLER die Möglichkeit diese Halbtöne mit Bending zu erzeugen sehr zu schätzen wissen.

 

Schieber gedrückt (G-Dur)

small: 10 Bending-Töne in G

 

blasen                  G       B        D       F#

ziehen                  A       C        E       G

Zieh-Bending        Ab     ~        Eb      ~

 

Schieber offen (C-Dur)

small: 11 Bending-Töne in C

blasen                 C        E        G       C

ziehen                 D        F        A        B

Bending               Db      ~        Ab     ~

 

Anmerkung: Mit etwas Übung können auch alle Blastöne um einen Halbton nach unten gebogen werden, so dass theoretisch alle chromatischen Töne der Tonleiter spielbar sind. An den Blasbending-Tönen ist nur eine Stimmzunge beteiligt (durch die Halb-Ventilierung) - diese Töne klingen dadurch meist etwas "gequetscht" und die Tonhöhe ist nicht leicht zu kontrollieren.

 

Spielen eines Blues in A-Moll auf der SAMPLER: Mit gedrücktem Schieber starten

Startet man sein Solo auf der SAMPLER mit gedrücktem Schieber, dann kann man zu Stücken in A-Moll (I=Tonika, 1. Stufe) spielen. In der 3. Position liegt der Grundton in 1 ziehen und es stehen alle Töne der A-Moll-Blues Skala zur Verfügung.

Wechselt das Stück zum D-Moll (IV=Subdominante, 4. Stufe), kann man den Schieber drücken und soliert dann automatisch in der passenden D-Moll Skala. Wechselt das Stück zur Dominante (V, E-Dur, 9. Takt im Blues-Schema), kann man den Schieber wieder drücken und man findet den Grundton des Dominant-Akkords in 3 / 7 und 11 ziehen. 

 

Blues Skala in der 3. Position:

        

Tonvorrat für Stücke in A (Dur oder Moll) (—|)                A     C     D    Eb    E    G    A

small: 12 Blues-Skala in A-Moll

Tonvorrat für Stücke in D (Dur oder Moll) (——|)             D     F     G    Ab    A    C    D

small: 13 Blues-Skala in D-Moll

                    Tabs (unteres Register)                           -1    -2    3    -3'    3    4    -5

                    Tabs (mittleres Register)                         -5    -6    7    -7'   -7    8    -9

                    Tabs (oberes Register)                            -9   -10   11  -11'   12

 

            Erklärung der Tabs: 2 = Loch 2 blasen, -1 = Loch 1 ziehen, -3' = Loch 3 ziehen mit Bending

 

Manchmal wird die Dominante bei Moll-Blues Stücken einen Takt lang um einen Halbton erhöht (F-Dur, 9. Takt im Blues-Schema) bevor die Dominante (E-Dur, 10. Takt im Blues-Schema) gespielt wird. Das F ist als passender Melodieton bei gedrücktem Schieber in 2 / 6 / 10 ziehen vorhanden - ebenso passt an dieser Stelle auch das daneben liegende A (3 / 7 / 11 ziehen) sehr gut zum F-Dur Akkord.

 

small: 14 Blues-Playbalong 1 in A-Moll: slow

 

small: 15 Blues-Playbalong 2 in A-Dur: fast

 


>Demonstration - Moll Blues in A-Moll auf der SAMPLER in C/G

 

Spielen eines Blues in D-Moll auf der SAMPLER: Mit offenem Schieber starten 

Startet man ein Solo mit offenem Schieber, dann kann man zu Stücken in D-Moll (I=Tonika, 1. Stufe) spielen (3. Position, D-Moll auf der C-Seite). Der Grundton liegt dann wieder in 1 ziehen und es stehen alle Töne der D-Moll-Blues Skala zur Verfügung.

Wechselt das Stück zum G-Moll (IV=Subdominante, 4. Stufe), bleibt der Schieber am besten offen und man nutzt dieselbe Skala, um über die den Subdominant-Akkord zu solieren.

Wechselt das Stück zur Dominante (V, 5. Stufe: A-Dur, Takt 9 des 12-Takters), kann man den Schieber drücken und über die Dominante mit der A-Moll-Blues Skala improvisieren. 

small: 16 Blues-Playbalong 3 in D-Moll: slow

 

small: 17 Blues-Playbalong 4 in D-Dur: fast

 

Ein paar Worte zum "Chromatischen Blues"

Der Tonartwechsel in der oben beschriebenen Form ist auf der Solo-gestimmten Chromatischen Mundharmonika (C/C#) nicht möglich, weil auf diesen Instrumenten das Drücken des Schiebers den Ton um einen Halbton erhöht und der Spieler ein neues "Blas-/Zieh-Muster" erlernen muss, um in einer anderen Tonart zu solieren.

Hört man Aufnahmen, die in D-Moll oder Eb-Moll auf der Chromatischen eingespielt wurden, wird man bemerken, dass der Schieber (bei traditionellen Blues-Stücken) nur relativ selten eingesetzt wird. Oft dienen die durch den Schieber zu erreichenden Töne nur der Verzierung und werden eher "als Effekt" oder als Übergangsnote eingestreut.

Das Konzept der SAMPLER ist anders und bietet neue Möglichkeiten: Die zweite Tonart auf der SAMPLER ermöglicht einen echten Skalenwechsel beim Improvisieren - ohne viel Nachzudenken zu müssen.

Für die Improvisation nützliche Halbtöne stehen trotzdem zur Verfügung (Bending), so dass sich auf der SAMPLER eine ähnlich gute Ausdrucksmöglichkeit wie auf der diatonischen 10er Blues Harmonika ergibt.

 

Irish-Folk auf der SAMPLER

Irische Volksmusik wird oft in der für die Geige (Fiddle) günstigen Tonart D gespielt. Für diese Musik eignet sich daher besonders die in D/A gestimmte SAMPLER. Viele traditionelle Stücke werden in D-Dur gespielt und somit mit offenem Schieber auf der SAMPLER. Wechselt das Stück zur Dominante A, kann man sehr gut mit dem vollen Akkord (Schieber gedrückt, blasen) begleiten.

Bei Stücken in A-Dur, startet man die Melodie mit gedrücktem Schieber - hier steht dann die Subdominante D als Begleitakkord zur Verfügung (offener Schieber, blasen).

Einige Stücke bedienen sich dem sog. "dorischen Modus", der bekannten Stücken wie "What shall we do with the drunken sailor" oder "Scarborough Fair" ihre besondere Stimmung verleiht. Ähnlich wie bei der Blues-Improvisation in der 3. Position, können solche Irish Folk Stücke dann mit offenem Schieber in E-Moll oder mit gedrücktem Schieber in B-Moll (B=H) gespielt werden. Der Grundton liegt immer in Kanzellen 1, 5, und 9 ziehen.

 

3. Position (dorisch):

       Tonvorrat für Stücke in D-dorisch (——|)                       D    E    F    G    A    B     C    D 

small: 18 Dorische Skala in D

       Tonvorrat für Stücke in A-dorisch) (—|)                         A    B    C    D    E    F#   G    A

small: 19 Dorische Skala in A

 

                                      Tabs (unteres Register)               -1    2   -2    3   -3    -4     5   -5

                                      Tabs (mittleres Register)             -5    6   -6    7   -7    -8     8   -9

 



Die SAMPLER gibt es auch in der Tonarten Variante G/D, den beiden Tonarten in denen tausende von traditionelle Irish Folk Stücke gespielt werden - mit der >SAMPLER für Irish Folk kann man in den Tonarten D, G, Am, Em und Bm (Hm) spielen.

SEYDEL Endorser  >Mat Walklate   hat einige typische Klangbeispiele und ein Video aufgenommen, zu finden in der >Produktbeschreibung der SAMPLER G|D.

 

Spielen in Moll

Moll-basierte Stücke können auf dieselbe Art und Weise in der 3.Position gespielt werden, wie oben beschrieben, oder aber man bedient sich der Tatsache, dass die Natürliche Moll-Skala dieselben Töne enthält wie ihre parallele Dur-Tonart - im Falle der SAMPLER sind das A-Moll/C-Dur (mit offenem Schieber), bzw. E-Moll/G-Dur (mit gedrücktem Schieber). Die verfügbaren Töne sind dieselben wie die in der parallelen Durtonleiter - der Grundton der Natürlichen Moll-Skala liegt allerdings in den Kanzellen 3, 7 und 11 ziehen.

Auch die (Moll-)Blues-Skala ist spielbar - dafür muss jedoch der Blaston in 6 (9) gebogen werden, was nicht ganz einfach ist (Blasbending).

 

4. Position (Natürlich-Moll-Skala):

 

       Tonvorrat für Stücke in A-Moll (——|)               A    B    C    D    E    F    G    A 

small: 20 Natürlich-Moll Skala in A

 

       Tonvorrat für Stücke in E-Moll (—|)                 E    F#   G    A   B    C   D    E

small: 21 Natürlich-Moll Skala in E

                                                        Tabs            -3   -4    4   -5   6    -6   7  -7

 

 

Tonvorrat für Blues in A-Moll (——|)                  A    C    D    Eb   E    G    A 

small: 22 Blues-Skala in A

 

        Tonvorrat für Blues in E-Moll (—|)                   E    G     A   Bb   B    D    E

small: 23 Blues-Skala in E

                                                               Tabs              -3   4    -5    6'   6    7   -7

SAMPLER

 

 




 

Tontabellen - SEYDEL SAMPLER:


Tonarten C / G

 

 

Tonarten D / A



 


>Einbau der Schieber-Arettierung der SAMPLER

 > mehr Pflegehinweise

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